Pressemitteilung: Radschnellverbindung zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd – Gewinn für klimagerechte Mobilität

Nach dem Bau der B29 fordern die beiden Kreisverbände Aalen-Ellwangen und Schwäbisch Gmünd von Bündnis 90/DIE GRÜNEN den Bau einer Radschnellverbindung entlang der Bundesstraße. Dazu findet am Sonntag, den 15. Mai eine Fahrrad-Demo statt. Um 11 Uhr starten die Radlerinnen und Radler am Gmünder Torplatz in Aalen und fahren entlang und auf der Bundesstraße nach Schwäbisch Gmünd. Die Veranstaltung endet mit einem kleinen Abschluss auf dem Münsterplatz in Gmünd.

Ziel der Initiative ist die Realisierung einer Radschnellverbindung. Vor allem rund um Essingen, Mögglingen und Böbingen müssen die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer bisher zusätzliche Ecken fahren und unnötige Höhenmeter bewältigen.

Die Radlerinnen und Radler werden von den Abgeordneten, Martina Häusler MdL, Hermino Katzenstein MdL und Matthias Gastel MdB auf der Strecke begleitet.

Bei den Bürgermeistern von Essingen, Mögglingen und Böbingen wird entlang der Strecke eine kleine Pause eingelegt.

Um die Mobilitätsprobleme im Ostalbkreis zu lösen, braucht es attraktive Radschnellverbindungen für Pendlerinnen und Pendler. Insgesamt laufen bereits auf 50 Strecken in Baden-Württemberg Machbarkeitsstudien für Radschnellverbindungen. Für neun Strecken laufen aktuell die Planungen zum Bau der Schnellradwege.

Eine Radschnellverbindung (RSV) soll schnelles, flüssiges und sicheres Radfahren ohne große Umwege und lange Wartezeiten an Straßenquerungen gewährleisten. „Gefahrenfrei, schnell und sicher mit dem Fahrrad in die Schule, zum Arbeiten und Einkaufen zu kommen und das zwischen allen Kommunen von Gmünd nach Aalen, das ist das Ziel unserer Aktion“ erläutert Stefanie Endig, Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Bündnis 90/DIE GRÜNEN Aalen- Ellwangen.

Eine konsequente Förderung des Radverkehrs hilft dem Mobilitätspakt bei dem Ziel, die Mobilität in der Region umweltfreundlich und nachhaltig zu entwickeln. Radschnellverbindungen sind geeignet, Pendlerinnen und Pendler zum Umstieg vom Pkw auf das Fahrrad zu gewinnen und damit den Verkehr zu entlasten.

„Keine lästige Parkplatzssuche, entspanntes Ankommen und zusätzlich gut für die Gesundheit. Gefordert wird eine deutliche Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur, was einen höheren Radverkehrsanteil und eine Reduzierung des Autoverkehrs bewirkt,“ sagt Sabine Zilligen vom Kreisvorstand Bündnis 90/DIE GRÜNEN Schwäbisch Gmünd.

Für die Umsetzung der RSV denkt die Initiative an einen Planungskorridor, der sich topografisch günstig am Verlauf der Bahnlinie orientiert. Damit würde die Strecke zwischen Aalen und Schwäbisch Gmünd deutlich gekürzt und die Radfahrerinnen und Radfahrer müssten weniger Höhenmeter bewältigen. Einige bereits bestehende Wege des RadNETZ BW könnten einbezogen werden.

„Wir brauchen eine echte Verkehrswende. Und das nicht erst in 10 Jahren.“, betonen die Veranstalterinnen der beiden Kreisverbände.

Ablauf:

Die Anfahrt mit dem Zug aus Richtung Gmünd kommend ist möglich. Fahrräder können kostenlos im Zug befördert werden. Aus Sicherheitsgründen werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten einen Helm zu tragen.

  • Start: 11:00 Uhr Gmünder Torplatz Aalen
  • ca. 11:45 Uhr Zwischenstopp in Essingen am Bahnhof
  • ca. 12:30 Uhr Zwischenstopp am Rathaus in Mögglingen
  • ca. 13:00 Uhr Zwischenstopp am Bahnhof in Böbingen
  • ca. 14:00 Uhr Abschluss am Münsterplatz in Schwäbisch Gmünd

Info zu Radschnellverbindungen

Folgende Kriterien zeichnen Radschnellverbindungen (RSV) aus:

  • Gesamtstrecke mindestens fünf Kilometer
  • Prognostiziertes Potenzial von mindestens 2.000 Fahrradfahrten täglich
  • Breite mindestens zwischen drei Metern (Einrichtungsverkehr) und vier Metern (Zweirichtungsverkehr)
  • Strecken sind von anderen Verkehrsmitteln getrennt
  • Routen sind möglichst kreuzungsfrei oder mit minimalen Wartezeiten an Kreuzungen
  • Hohe Belagsqualität und eine möglichst geringe Steigung
  • Direkt, schnell, sicher

Radschnellverbindung – Radschnellweg – „Schneller Radweg“

Radschnellverbindung und Radschnellweg meinen dasselbe. Die Landesregierung hat sich für den ersten Begriff entschieden. Radschnellweg könnte suggerieren, dass dieser autobahn-ähnlich auf einer durchgehend separaten Trasse geführt wird. Dies ist in der dicht besiedelten Bundesrepublik aus der Mitte der Städte heraus selten möglich. Die Landesregierung will mit ihrem Begriff klarmachen, dass andere Straßenführungen wie Fahrradstraßen oder genügend breite Radfahrstreifen auch dem Zweck der Beschleunigung des Radverkehrs dienen. Der Begriff „schneller Radweg“ ist dagegen nicht mit einem Qualitätsstandard hinterlegt.

Detaillierte Infos gibt das Verkehrsministerium hier: https://www.aktivmobil-bw.de/radverkehr/radschnellverbindungen/radschnellverbindungen-in-bw/

Kriterien und Grafik stammen aus der Infobroschüre zu Radschnellverbindungen: https://www.aktivmobil-bw.de/fileadmin/user_upload_fahrradlandbw/1_Radverkehr_in_BW/i_Radschnellverbindungen/Radschnellverbindungen_Broschuere.pdf

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